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·11. April 2020
Eintracht Frankfurt: Gelson Fernandes rechnet mit Bundesliga-Rückkehr "Ende Mai"

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·11. April 2020
Mittelfeldspieler Gelson Fernandes von Eintracht Frankfurt rechnet damit, dass die Bundesliga Ende Mai ihren Spielbetrieb wiederaufnehmen kann. Ein Neustart wird dabei laut dem Schweizer jedoch nicht ohne Geisterspiele möglich sein.
"Wenn wir zurückkommen, wird es hinter verschlossenen Türen sein", sagte Fernandes in einem Interview mit der BBC und führte aus: "Ich denke, das wird Ende Mai sein. Es ist unmöglich, zu glauben, dass wir im Juni, Juli oder August vor 50.000 Leuten spielen. Das wäre aber auch falsch."
Bereits seit Anfang März pausiert die Bundesliga aufgrund der Coronakrise. Dabei stellten die Klubs zunächst das Mannschaftstraining ein und statteten die Profis mit individuellen Trainingsplänen aus. Nun sind zumindest Einheiten in Kleingruppen wieder möglich.
"Es ist schön, auf dem Platz zu sein, aber wir sind vorsichtig – wir waschen unsere Hände und achten auch auf alle anderes – und wir fühlen uns glücklich“, freute sich Fernandes und fügte hinzu: "Nur so können wir unsere Arbeit fortsetzen." Das Training unterscheide sich jedoch noch stark von den üblichen Einheiten.
Der 33-Jährige betonte: "Als ich alleine war, mussten wir viel Fahrrad fahren und ich habe nicht viel Fitness verloren. Wir trainieren jetzt, aber es ist nicht dasselbe wie bei Spielen.“ Es seien deshalb "drei bis vier Wochen" Vorbereitungszeit notwendig, bevor die Bundesliga wieder starten könne. "Sonst wird es Verletzungen geben", merkte Fernandes an.
Über eine Bundesliga-Rückkehr ohne Zuschauer wäre der 67-malige Nationalspieler derweil nicht glücklich, er ist sich jedoch bewusst: "Die Löhne sind durch Fernsehrechte gesichert." Fernandes sagte zudem: "Hinter verschlossenen Türen zu spielen, ist nicht schön, aber wir müssen es tun. Es ist kein richtiger Fußball, aber das Interesse ist zu groß, als dass wir nicht spielen sollten."
Durch die derzeitige Zwangspause haben die Bundesligisten mit enormen finanziellen Einbußen zu kämpfen. Die Eintracht-Profis verzichten deshalb – wie viele andere Bundesliga-Spieler auch – auf Teile ihres Gehalts. Fernandes trägt die Entscheidung mit und ist sich dabei seiner Verantwortung bewusst.
Er betonte: "Es gibt keine Klub-Eigentümer im deutschen Fußball. Wir wissen deshalb, dass am Ende der Saison kein Eigentümer kommen kann, um die Verluste auszugleichen, die wir haben, also müssen wir sicherstellen, dass der Verein überlebt und die Leute in unserem Klub ihre Jobs nicht verlieren."
Noch mindestens bis zum 30. April ruht in der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie der Ball. Am 17. April wollen die Verantwortlichen der ersten zwei Profiligen über das weitere Vorgehen beraten. Ziel der DFL ist es weiterhin, die Saison vor dem 30. Juni zu beenden.