VfL Osnabrück
·4. April 2025
Hält die Serie? Der VfL Osnabrück will in Saarbrücken punkten!

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·4. April 2025
Am Samstag trifft der VfL Osnabrück nach vier Auswärtssiegen in Folge im Ludwigsparkstadion auf einen starken Gegner. Nach dem jüngsten Erfolg gegen die “Löwen” von 1860 München blicken die Lila-Weißen selbstbewusst auf die Partie.
Der Gegner
Der 1. FC Saarbrücken wurde am 18.04.1903 gegründet und gehörte 1963 zu einem der 16 Gründungsmitglieder der heutigen Bundesliga. Mit aktuell 11.657 Mitgliedern (Stand: 24. Januar 2025) zählt der Verein zu den mitgliederstärksten Sportvereinen der 3. Liga.
In der Historie konnte Saarbrücken 1943 und 1952 jeweils Deutscher Vizemeister werden. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Verein zeitweise in der zweiten französischen Liga – in dieser Phase, in der man außer Wertung spielte, wäre man nach heutiger Punktereglung sogar Meister geworden. Mit der Gründung der Bundesliga 1963 stieg der Verein bereits in der ersten Saison als Tabellenletzter in die Zweitklassigkeit ab. In den darauffolgenden Jahren pendelte man zwischen der Bundesliga und der Zweitklassigkeit, ohne sich länger als zwei Jahre in der höchsten Spielklasse zu halten.
1995 erhielt Saarbrücken aufgrund fehlender Unterlagen keine Lizenz für die 2. Bundesliga und musste in der drittklassigen Regionalliga antreten. Zwischenzeitlich gelang ein Aufstieg in die 2. Liga, den man jedoch nicht festigen konnte, sodass ab 2006 ein Abwärtstrend begann, der bis in die Oberliga führte. Nach zwei aufeinanderfolgenden Aufstiegen gelang die direkte Rückkehr in die Drittklassigkeit. Nach einem erneuten Abstieg 2014 dauerte es sechs Jahre, bis unter Trainer Lukas Kwasniok der Aufstieg und somit die Rückkehr in die 3. Liga gefeiert werden konnte. Seitdem ist der Verein aus der Landeshauptstadt Saarlands durchgängig in der 3. Liga vertreten und konnte bisher jede Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz abschließen. In den letzten Jahren waren die Saarbrücker immer im Aufstiegskampf dabei, scheiterten aber knapp.
Aktuell belegt der 1. FC Saarbrücken den 3. Tabellenplatz mit 51 Punkten. Cheftrainer Rüdiger Ziehl, der seit 2022 im Amt ist und zuvor unter anderem für den TSV Havelse sowie die Zweitvertretung von Wolfsburg tätig war, führt das Team. Der beste Torschütze ist Kai Brünker mit sieben Toren, dicht gefolgt von Sebastian Vasiliadis und Kasim Rahibic, die jeweils sechs Treffer verzeichnen. Als bester Vorlagengeber steht Simon Stehle mit sieben Vorlagen in der Statistik.
Die Ausgangslage
Der 1. FC Saarbrücken kam zuletzt nicht über ein torloses 0:0 gegen Hansa Rostock hinaus. Zuvor musste das Team jedoch zwei Niederlagen hinnehmen: Erst verloren die Saarländer mit 0:2 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, davor unterlag man Arminia Bielefeld mit 1:3.
Der VfL Osnabrück hingegen feierte zuletzt einen 1:0-Erfolg gegen 1860 München. Davor gab es eine knappe 0:1-Niederlage gegen Bielefeld, doch im Spiel zuvor konnte der VfL mit einem 2:1-Sieg gegen Stuttgarts Zweitvertretung überzeugen. Dies war der vierte Auswärtssieg in Folge, am Samstag könnte der fünfte folgen.
Ein Blick auf die individuellen Statistiken zeigt einige interessante Vergleiche zwischen den beiden Teams. Bei den Zweikämpfen hat Dave Gnaase vom VfL die Nase vorn. Mit 627 bestrittenen Duellen liegt er ganze 86 Zweikämpfe vor Saarbrückens zweikampfstärkstem Spieler Patrick Sontheimer (541). In der Luft hingegen hat der FCS mit Kai Brünker einen herausragenden Akteur. Der Angreifer entschied bereits 227 Luftduelle für sich und liegt damit deutlich vor Osnabrücks Niklas Wiemann, der auf 115 weniger kommt.
Auch in Sachen Flanken zeigt sich eine klare Tendenz. Niklas Niehoff vom VfL Osnabrück bringt mit 93 Hereingaben aus dem laufenden Spiel deutlich mehr als Saarbrückens bester Flankengeber Calogero Rizzuto, der bei 78 Flanken steht. Mal schauen, wer am Samstag seine individuellen Stärken besser auf den Platz bekommt.
Die Bilanz
Die beiden Vereine sind bislang 25 Mal aufeinandergetroffen. Dabei konnten die Lila-Weißen zehn Siege verbuchen, während der 1. FC Saarbrücken achtmal als Sieger vom Platz ging – sieben Begegnungen endeten unentschieden. Insgesamt erzielte der VfL 41 Tore, während Saarbrücken 38 Tore beisteuerte. In der dritten Liga trafen die beiden Mannschaften davon bisher elf Mal aufeinander: Der VfL siegte in sieben Partien, vier Spiele endeten mit einem unentschieden, während Saarbrücken keinen einzigen Sieg einfahren konnte. In der Gesamtbilanz wird deutlich, dass der VfL seit Anfang 2001 ungeschlagen gegen den 1. FC Saarbrücken ist.
Das Personal
Die Gastgeber müssen auf einen ihrer besten Torschützen verzichten: Sebastian Vasiliadis fehlt wegen eines Muskelfaserrisses. Weitere Ausfälle sind bisher nicht bekannt. Aufseiten des VfL Osnabrück sind alle Spieler einsatzbereit. Nach den Sperren kehren auch Marcus Müller und Bryang Kayo zurück.
Stimmen zum Spiel
„Wir haben damals auch in Cottbus gezeigt, dass wir gegen den Tabellenführer eine gute Leistung bringen können“, erinnert sich Cheftrainer Marco Antwerpen und sieht sein Team gut vorbereitet auf die kommenden Herausforderungen. Mit Blick auf die englische Woche weiß er um die Bedeutung der Spiele: „Es sind drei Mannschaften, die alle oben mitspielen. Auch Saarbrücken will unbedingt aufsteigen. Da ist natürlich auch Druck, dass sie das Spiel gewinnen müssen – und wir wollen dagegenhalten.“
Wichtig sei es, das eigene Spiel durchzusetzen und mutig aufzutreten. „Wir wollen versuchen, unser Spiel durchzudrücken, wieder auf Ballbesitz zu gehen und diesen hochhalten. Dementsprechend wollen wir viele Torchancen kreieren“, erklärt Antwerpen. Gleichzeitig fordert er mehr Aktivität von seiner Mannschaft: „Was wir definitiv besser machen müssen, ist, dass wir viel in Bewegung sein müssen, den Ball fordern und sehr mutig spielen. Das haben wir den Jungs schon etwas mit auf den Weg gegeben.“
Live Radio und TV
Der Pay-TV Sender Magentasport überträgt die Partie live ab 13:45 Uhr. Auch der SR wird das Spiel übertragen, sodass das Spiel für alle Fans im Free-TV zu sehen ist. Das Liveradio der Lila-Weißen meldet sich wie gewohnt wenige Minuten vor Anpfiff. Ansonsten können VfL-Fans das Spiel ebenso über den Liveticker in der App oder auf der Website, sowie auf der Plattform X verfolgen.
Text: Emily Mundt
Foto: Michael Titgemeyer