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·2. April 2025
Pep lässt grüßen: Wie Alonso Bayer raus taktiert

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Bayer Leverkusen scheitert im Halbfinale des DFB-Pokals beim krassen Außenseiter – und der Trainer steht erstmals so richtig im Fokus der Kritik. Xabi Alonso muss sich nach der Blamage gegen Drittligist Arminia Bielefeld fragen lassen: Wie viel Genie und wie viel Sturheit steckt in ihm?
Im Fever Pit’ch Podcast gehen Malte Asmus und Kevin Scheuren (BayPod) dieser Frage nach und analysieren das blamable 1:2 auf der Alm. Das vielleicht erste Spiel, das Alonso nicht nur verlor – sondern sogar richtig vercoacht hat. Sein Plan: lange Bälle, wenig Risiko, ein pragmatischer Ansatz auf stumpfem Bielefelder Rasen. Doch der Matchplan ging nicht auf – und Alonso hielt daran fest. Zu lange.
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„Das war Prinzip Zufall“, urteilt Kevin Scheuren. „Und es wurde nichts angepasst – obwohl klar war, dass es nicht funktioniert.“ Was im Spiel auffiel: die Parallele zu Pep Guardiola – auch der ist bekannt dafür, in großen Spielen alles anders machen zu wollen. „„“Das war dieses Guardiola-Ding – etwas Besonderes erfinden wollen für das besondere Spiel. Nur dass es diesmal komplett schiefging“, kritisiert Scheuren.
Alonso wirkte nicht wie der Maestro an der Seitenlinie – sondern wie ein Taktik-Tüftler, der sich in seinem eigenen Plan verheddert hat. „Man hatte das Gefühl, Alonso war selbst betäubt“, sagt Scheuren. „Als ob er nicht wusste, wie ihm geschieht.“ Statt Flexibilität gab es Starre. Statt Lösungen: lange Bälle ins Nichts.
Dabei hatte Alonso eigentlich bisher immer das Gefühl vermittelt, auf alles eine Antwort zu haben. Jetzt zeigte sich: Auch ein Taktik-Genie braucht Entwicklung. Alonso ist ein Ausnahme-Trainer – aber eben auch noch ein lernender. Und genau jetzt beginnt seine echte Prüfung, glaubt Scheuren im Fever Pit’ch Podcast: „Wenn er reif für Real Madrid sein will, muss er jetzt zeigen, dass er mit Krisen umgehen kann – nicht nur mit Applaus.“