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·21. Februar 2022
Wechsel? Fernandes: "Sow ist bereit für einen Topklub, aber..."

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·21. Februar 2022
Bleibt Djibril Sow Eintracht Frankfurt über den Sommer hinaus erhalten? Oder geht der Schweizer den nächsten Schritt? Ex-Eintracht-Spieler und Sows Landsmann Gelson Fernandes erklärt im Gespräch mit fussball.news, worauf es nun ankommt.
Von der Eintracht berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich
Djibril Sow hat in dieser Saison bei Eintracht Frankfurt den nächsten Schritt gemacht. In der Rückrunde ist der 25-Jährige zwar wie viele andere kein großer Faktor, doch gerade in der Hinrunde wusste der Nationalspieler zu überzeugen, legte mit zwei Toren und drei Vorlagen in der Bundesliga auch an Torgefahr zu. "Er hat step by step eine Entwicklung gemacht, mehr Verantwortung im Spiel übernommen und macht jetzt auch mehr Tore und mehr Assists. Er ist jetzt in eine andere Dimension gekommen", schwärmt Gelson Fernandes im Gespräch mit fussball.news. Fernandes hatte in der Saison 2019/20 noch gemeinsam mit Sow bei der Eintracht gespielt, beide haben nach wie vor Kontakt. Der mittlerweile 35-jährige Fernandes beendete 2020 seine Karriere, ist seit vergangenen Sommer Vize-Präsident des FC Sion. Der ehemalige Nationalspieler spielte selbst einst in England und Italien.
Dass Sow bei der Eintracht den nächsten Schritt gemacht hat, überrascht ihn nicht: "Ich war von ihm immer überzeugt. Es hat einfach Zeit gebraucht. Ich bin sehr, sehr zufrieden mit seinem Weg. Er hat jetzt mehr Selbstvertrauen, fühlt sich wohl in Stadt und Verein. Djibril ist ein Topjunge mit einer Topmentalität." Der im Sommer Frankfurt für höhere Aufgaben verlässt? Der Mittelfeldmann soll die Premier League als großes Ziel haben. "Wenn er auf diesem Niveau spielt, dann kann er in jeder Liga spielen. Er ist bereit für einen Topklub keine Frage!", so Fernandes. Eine Austiegsklausel um die 30 Millionen Euro könnte das möglich machen - aber ob die ein Klub in Coronazeiten bezahlt? Das bleibt abzuwarten.
Ohnehin wisse Sow auch was er an der Eintracht habe: "Er ist zufrieden und spielt ja nicht bei einem Kreisligaklub, sondern bei einem Topklub. Es gefällt ihm sehr in diesem Traditionsverein, mit den Zuschauern, dieser Leidenschaft. Ich bin nicht davon überzeugt, dass er unbedingt weg will." Ohnehin müsse der ehemalige Gladbacher in seiner Zukunftsplanung abwägen: "Er muss und will auch spielen. Und deshalb muss er gut überlegen, was er macht." In der Schweiz steht Sow in jedem Fall bereits vermehrt im Fokus: "Früher hat man nicht so oft über ihn geredet. In der Nationalmannschaft hatte er nicht so seinen Platz wie bei der Eintracht. Aber das kommt langsam. Was er macht ist top, er ist sehr konstant. Von daher denke ich, dass man bald noch mehr von ihm reden wird." Womöglich auch wegen seines Wechsels zu seinem Topklub im Sommer!