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·4 April 2025
Arminia-Sportchef Mutzel: "Das ist gar nicht zu beschreiben"

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·4 April 2025
Durch den erstmaligen Einzug in das DFB-Pokal-Finale hat Arminia Bielefeld Vereinsgeschichte geschrieben. Der Glaube an die eigene Stärke und die Zuversicht ist größer denn je bei den Ostwestfalen.
Der Halbfinal-Triumph über Bayer Leverkusen lässt ganz Bielefeld auf Wolke sieben schweben. Und das völlig zu Recht. Die Arminia hat etwas Unglaubliches geschafft, hat den amtierenden Deutschen Meister und Pokalsieger bezwungen. Auch wenn Sportchef Michael Mutzel vor dem Spiel ein gutes Gefühl hatte, konnte er direkt nach Spielende nicht fassen, was seine Mannschaft erreicht hat. "Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft, auf die Trainer, auf alle. Das ist gar nicht zu beschreiben", wird er in der "Neuen Westfälischen" zitiert.
Zum Erfolgsrezept zählt die grenzenlose Zuversicht, die Trainer Mitch Kniat ausstrahlt. "Die ist nicht gespielt. Die vermittelt er den Jungs, die vermittelt er allen: Wir können das schaffen, wir haben einen klaren Plan, wie das möglich ist. Keiner zweifelt dran", erklärt Mutzel. Nur durch diese Überzeugung konnte der Matchplan so gut umgesetzt werden. "Das Spiel gegen den Ball ist die Basis, das war wieder sensationell. Und dann kamen mit Ball Momente, die sehr effizient waren." So schaffte es Bielefeld, auf Augenhöhe zu agieren und sogar die bessere Chancen zu erspielen.
Dank der Finalteilnahme darf sich die Arminia nun über einen warmen Geldregen freuen, denn mindestens weitere 2,88 Millionen Euro wandern in die Vereinskasse. Zuvor hatte der DSC schon 6,5 Millionen Euro an Prämien eingenommen. "Wir wissen, wie unsere finanzielle Situation war. Dank der Einnahmen wird sie immer ein bisschen besser, aber das war auch dringend notwendig", macht Mutzel deutlich. Und vielleicht geht sogar noch mehr. Im Finale gegen den VfB Stuttgart kämpft der DSC um den ersten DFB-Pokalsieg der Vereinsgeschichte. "Wir sind der krasse Außenseiter. Jedes Pokalspiel ist ein Bonusspiel. Aber ein Bonusspiel darf man ruhig auch gewinnen", blickt Mutzel leicht optimistisch voraus.
Weil die Arminia aber nicht nur im DFB-Pokal, sondern auch im Westfalenpokal im Endspiel steht, kommen bis zum Saisonende maximal 50 Pflichtspiele zusammen. Mit der Relegation zur 2. Bundesliga wären es sogar noch zwei mehr. Mutzel: "Die Anzahl der Spiele ist heftig. Aber ich glaube, dass wir das hinbekommen. Wir haben allgemein wenig verletzte Spieler, eine gute medizinische Abteilung und eine gute Belastungssteuerung." Nach der großen Feier geht es schnell wieder in den Alltag zurück. Am Samstag steht gegen Alemannia Aachen schon gleich das nächste Ligaspiel auf dem Programm. "Die Mannschaft weiß, dass ab Donnerstag der Fokus wieder auf der Liga liegt. Das Spiel in Aachen ist ein wichtiges Spiel in einer wichtigen Phase."