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·4 April 2025
FC Bayern trotzt Musiala-Schock – Sieg nach Rückstand in Augsburg stößt Meistertür weit auf!

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·4 April 2025
Zum Auftakt des Spieltags in der Bundesliga bekam es der FC Augsburg zuhause mit dem FC Bayern zu tun. Die Augsburger wollten den Rekordmeister mindestens einmal ärgern und das gelang über weite Strecken auch. Am Ende setzte sich der FCB mit 3:1 durch.
Ohne zahlreiche Defensivakteure, darunter Manuel Neuer, Dayot Upamecano oder Alphoso Davies, musste der FC Bayern auswärts in Augsburg ran. Und bei den Fuggerstädtern sah der Rekordmeister schon in den letzten Jahren nicht immer gut aus. Joao Palhinha und Josip Stanisic rückten beim FC Bayern in die erste Elf, sonst blieb im Vergleich zum Spiel gegen St. Pauli alles beim Alten. Schon der Start der Partie war intensiv geführt. Augsburg doppelte die Bayern, wenn es ging, der Rekordmeister setzte seinerseits selbst erste Zeichen. Bayern schaffte es derweil, den ein oder anderen hohen Ballgewinn zu generieren, aber zu einem guten Abschluss kam es nicht. Es entwickelte sich genau das Spiel, das jeder erwartete: Bayern hatte mehr Ballbesitz, Augsburg verteidigte aber gut und ließ fast nichts zu. Ein Sané-Schuss an das Außennetz war noch gefährlich, da waren knapp 20 Minuten rum.
Nach 23 Minuten hatte Augsburg den ersten Abschluss durch Samuel Essende, sein Schuss ging aber rechts am Tor vorbei. 28 Minuten waren gespielt als ein Olise-Freistoß genau auf Finn Dahmen geschossen wurde. Nach einer halben Stunde fiel dann das erste Tor, allerdings für die Augsburger. Dimitrios Giannoulis kam im Anschluss an einen ruhenden Ball zum Abschluss und nagelte den Ball in das Tor. Sein Schuss ging an die Latte, von dort aus in das Tor, Jonas Urbig hatte keine Chance. Das Tor war durchaus eine Art Wirkungstreffer, den Gästen misslang danach der ein oder andere Pass.
Gerade in diese Phase hinein gelang aber der Ausgleich. Weil Leroy Sane ein Tempodribbling anzog, in die Mitte spielte, wo Jamal Musiala stand. Sein Schuss wurde erst geblockt, er setzte aber nach, sich gegen seinen Gegenspieler durch und schoss den Ball in das Tor. Kurz vor der Pause bekam Bayern noch einen Freistoß aus guter Position zugesprochen, den schoss Harry Kane aber in die Mauer. Anschließend war Pause.
Im zweiten Spielabschnitt gab es auf beiden Seiten einen frühen Abschluss, der aber jeweils nicht besonders gefährlich war. Essende testete Urbig nach 50 Minuten einmal, doch der Bayern-Torhüter war zur Stelle. Wenig später überschlugen sich die Ereignisse. Erst blieb Musiala angeschlagen liegen, in der gleichen Szene traf Michael Olise die Latte. Bayern spielte den Ball dann ins Aus, weil es bei Musiala doch schlimmer aussah. Er musste verletzt vom Platz begleitet werden, das sah gar nicht gut aus.
Nur zwei Minuten später sah Cedric Zesiger die gelb-rote Karte. Die Zeitlupe offenbarte: Viel war das nicht, auch wenn seine Grätsche riskant war. Aber: Bei der viel zitierten Ampelkarte kann der VAR nicht eingreifen. Kurz danach, noch vor den Wechseln der Augsburger, köpfte Kane eine perfekte Olise-Flanke aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie. Bayern hatte danach Lust und Laune, das dritte Tor zu erzielen. Kane hätte das nach 75 Minuten auch beinahe geschafft, doch sein Schuss wurde noch geblockt. Nach 85 Minuten versuchte er es erneut, diesmal schoss er aber über das Tor. Eine Minute später hielt Finn Dahmen im 1-gegen-1 brillant gegen Sane.
Eben jener Sane machte dann den Deckel in der Nachspielzeit drauf. Ein Schuss von ihm von der linken Seite wurde noch leicht abgefälscht und flog in die lange Ecke. Damit war das Spiel dann auch entschieden. Es blieb beim 3:1.
(Photo by Sebastian Widmann/Getty Images)