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·22 January 2025
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·22 January 2025
Borussia Dortmund braucht einen neuen Trainer. Nach der 1:2-Niederlage gegen Bologna in der Champions League gab der Klub heute die Freistellung von Nuri Şahin bekannt. Und jetzt?
Für die nächste Saison sind Namen wie Sebastian Hoeneß oder Roger Schmidt im Gespräch, wir wollen uns aber an dieser Stelle kurz mal auf das “und jetzt” konzentrieren und prüfen, wer als Soforthilfe zur Verfügung stehen könnte.
Eine Option, die vor wenigen Tagen von Lothar Matthäus ins Spiel gebracht wurde. In einem ’Sky’-Interview erklärte der TV-Experte, Löw im Fall einer Trennung von Şahin eine Möglichkeit sei, “um erstmal Ruhe reinzubringen und sich dann langfristig um einen neuen Trainer zu kümmern“. Matthäus sieht dabei eine Parallele zu Franz Beckenbauers Zeit als Interimscoach beim FC Bayern in den 90ern: „Wenn der Franz da war, dann war Ruhe drin. Da haben hintendran trotzdem noch Alphatiere gestanden, aber Franz hatte das Sagen“, so der Weltmeister von 1990.
📸 Alexander Hassenstein - 2021 Getty Images
Eine gewisse Autorität hätte Löw als Weltmeistertrainer zwar zweifellos, es spricht aber auch durchaus einiges gegen eine Löw-Verpflichtung. Einerseits ist Löw als Trainer seit 2021 arbeitslos, inwiefern er dem Trainermarkt aktuell überhaupt noch zur Verfügung steht, ist also gar nicht klar. Ebenso fraglich ist es, ob Löw sich in der Rolle eines die Saison rettenden Feuerwehrmanns sieht.
Laut ‘Sky’-Informationen soll Niko Kovač zur Kandidatenliste der BVB-Verantwortlichen gehören. Nach seiner letzten Station beim VfL Wolfsburg ist der Kroate seit März 2024 auf Arbeitssuche. Zuvor trainierte er neben dem FC Bayern und Eintracht Frankfurt auch die AS Monaco.
📸 Cathrin Mueller - 2024 Getty Images
Besonders in Frankfurt, wo der heute 47-Jährige unter anderem den DFB-Pokal gewann, hat Kovač bereits bewiesen, dass er aus einem Team auch mal mehr rausholen kann als erwartet. In dieser Hinsicht könnte er für Schwarz-gelb, wo man in dieser Saison fast nie die Möglichkeiten des Kaders ausschöpfen konnte, kurzfristig die richtige Wahl sein.
Einen weiteren Kandidaten hat die ‘Bild’ mit Urs Fischer ins Spiel gebracht, der 2023 nach über fünf Jahren im Amt bei Union Berlin entlassen wurde. Inwiefern der Schweizer an einem Job in Dortmund interessiert wäre, ist nicht bekannt, zumindest deuteten Schweizer Medienberichte vor einer knappen Woche aber an, dass Fischer sich wieder bereit für eine neue Aufgabe fühle.
📸 Francesco Pecoraro - 2023 Getty Images
Auf den ersten Blick passt der ruhige, fast schon stoische Fischer nicht unbedingt nach Dortmund, könnte aber vielleicht genau deshalb - ähnlich wie Löw - erst einmal Stabilität in den Klub bringen. Dazu würde Fischers Fokus auf eine stabile Defensive und viel Laufarbeit dem BVB gerade womöglich ganz gut tun.
Der ‘WAZ’ zufolge soll Erik ten Hag bei der 2:3-Niederlage zum Jahresauftakt gegen Bayer 04 Leverkusen im Stadion gewesen sein. Laut dem Bericht habe der Besuch allerdings nichts mit einem möglichen Engagement als BVB-Trainer, sondern seinem engen Verhältnis zu Klub-Berater Matthias Sammer zutun gehabt haben.
📸 Eddie Keogh - 2024 Getty Images
Zwar berichteten die ‘Ruhr Nachrichten’ zuletzt, dass ten Hag in Dortmund kein Thema mehr sei, verfügbar ist der Ex-United-Coach aber nach wie vor. Vielleicht kommt nun durch den vorzeitigen Şahin-Rauswurf doch noch mal Bewegung in die Sache. Zumindest die Connections sind ja offenbar schon da.
📸 RONNY HARTMANN