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·2 April 2025

Zu hohe Bayern-Gehälter? Das sagt Salihamidzic zur Kritik

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Hasan Salihamidzic blickt zurück auf seine Zeit als Funktionär beim FC Bayern – und die Trennung vom Verein. Er bezieht auch Stellung zum Vorwurf zu hoher Gehaltskosten unter seiner Führung.

Hasan Salihamidzic hat sich ausführlich zu seiner Zeit beim Rekordmeister und das Ende beim FC Bayern geäußert. Im Interview mit der Sport BILD sprach der 47-Jährige über seine emotionale Verarbeitung des Aus, seine neue Motivation – und über ein klärendes Treffen mit Uli Hoeneß.


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„Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, mein Aus beim FC Bayern zu verarbeiten“, sagte Salihamidzic. „Das war gar nicht so einfach, denn ich lebte wirklich sechs Jahre für diese Aufgabe, diesen Verein.“ Durch seine neue Rolle beim Kings-League-Team „No Rules FC“, das er gemeinsam mit seinem Sohn aufbaut, sei er wieder aktiver und spüre neue Energie. „Ich habe wieder Lust, im Fußball zu arbeiten.“

Das Verhältnis zum FC Bayern sei inzwischen wieder unbelastet. Salihamidzic betonte: „Ich bin mit dem FC Bayern im Reinen. Ich habe Zeit gebraucht, um alles, was passiert ist, zu sortieren.“ Im November 2023 habe er sich mit Uli Hoeneß am Tegernsee getroffen. „Zuerst haben wir Schafkopf gespielt – mit Jens Jeremies und Ulis Sohn Florian. Danach haben Uli und ich uns ausgesprochen.“ Die Freundschaft zu Hoeneß bestehe seit über 25 Jahren: „Egal, welche Entscheidung am Ende getroffen wurde, ich werde den FC Bayern immer lieben.“

Salihamidzic musste den Verein im Mai 2023 verlassen – gemeinsam mit Oliver Kahn wurde er unmittelbar nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln freigestellt. Auch zu Kahn pflegt er laut dem Bericht weiterhin ein gutes Verhältnis. „Oli und ich haben regelmäßig Kontakt, und ich finde, dass er sehr gute Ideen hat“, sagte Salihamidzic in Bezug auf Kahns geplante Übernahme des französischen Klubs Girondins Bordeaux. Eigene neue Projekte seien in Arbeit, doch es sei „noch zu früh, darüber zu sprechen“.

Salihamidzic: „Jedes Jahr ein positives Ergebnis“

Mit Blick auf seine Amtszeit als Sportdirektor und später als Sportvorstand blickte der Bosnier mit Stolz zurück. „Wir waren sehr erfolgreich und haben immer darauf geachtet, die DNA des FC Bayern zu erhalten – menschlich, wirtschaftlich, sportlich.“ Besonders die Balance zwischen deutscher Identität und internationaler Klasse sei ein zentrales Ziel gewesen. Der Gewinn der Champions League 2020 markierte den sportlichen Höhepunkt.

Kritik an den hohen Gehältern und langfristigen Verträgen wies er zurück. „Unsere Aufgabe war es, die Leistungsträger der Erfolgsmannschaft langfristig zu binden. Auch wenn es am Ende viel Geld war – die Spieler waren im besten Fußball-Alter.“ Namen wie Kingsley Coman, Leon Goretzka oder Serge Gnabry hätten Angebote europäischer Topklubs gehabt: „Ich möchte nicht wissen, was los gewesen wäre, wenn wir einen von ihnen ablösefrei hätten ziehen lassen müssen“, so Salihamidzic.

Finanzielle Verantwortung habe er stets mitgetragen: „Zu meiner Zeit bei Bayern hielten wir immer das Gleichgewicht zwischen Umsatz, Einnahmen und Kosten. Der Verein hatte jedes Jahr ein positives Ergebnis – auch in den Pandemie-Jahren.“ Fehler habe es gegeben, aber: „Unsere Fehlerquote war nicht so hoch, sonst hätten wir nicht 16 Titel gewonnen.“

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