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·3 de abril de 2025
Karriere-Ende naht: Was macht Bayern danach mit Thomas Müller?

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·3 de abril de 2025
Es wird nicht mehr lange dauern, dass Bayern München die nächste Personalie bekannt gibt: die von Weltmeister Thomas Müller. Gerüchten zufolge wird sein Vertrag beim Rekordmeister am Saisonende nicht verlängert. Die Frage ist jetzt: Wie schnell bindet der Verein seine Galionsfigur im Alltagsgeschäft ein?
Braucht Thomas Müller zum Beispiel eine Auszeit, um eine innere Distanz zum Rasenbusiness aufzubauen? Oder sammelt er ein bisschen Erfahrung in einem anderen Verein, womöglich im Ausland, um frisch motiviert zu den Bayern zurückzukehren? Und: Wie viel traut man ihm dann zu?
Was man ihm nicht mehr zutraut: eine Schlüsselrolle in der Stammelf von Trainer Vincent Kompany. Mit einem kolportierten Jahresgehalt von 15 bis 20 Millionen Euro ist Müller als Bankreservist zu teuer. Als Manager würde er in eigener Sache sagen müssen: Das passt nicht mehr. Würde er das?
Der FC Bayern hat nicht immer gute Erfahrungen mit Vereinslegenden in der eigenen Klubführung gemacht. Oliver Kahns Amtszeit endete 2023 vorzeitig. Zu unterschiedlich waren seinen Auffassungen eines modernen Managements und Uli Hoeneß’ Vorstellungen von einem Familienbetrieb an der Säbener Straße.
Der FC Bayern ist ein komplexes Konstrukt: Einerseits liebt man die Romantik, die mit dem Zusatz “e.V.” verbunden ist; ein Verein verspricht Behaglichkeit. Andererseits ist Bayern München ein Wirtschaftsunternehmen mit einem Umsatz von einer Milliarde Euro. Da geht’s um Zahlen, Zahlen, Zahlen.
Wenn Thomas Müller nach zwei Jahrzehnten Bayern-Zugehörigkeit mehr als ein Maskottchen des Vereins werden will, muss er Zahlenspiele und sonstige Hochrechnungen beherrschen und mit seinem Praxiswissen kombinieren. Gelernt hat er das nicht. Wie auch – er ist Profispieler und kein BWL-Student.
Es ist also naiv zu glauben, dass Thomas Müller im Sommer mit dem Fußballspielen aufhört und im Herbst das große Wort schwingt, wenn der Verein Antworten auf Zukunftsfragen sucht. Bei Uli Hoeneß ging das 1979 noch. Bayern hatte zwei Dutzend Angestellte und ein paar Milliönchen Umsatz.
Karl-Heinz Rummenigge musste sich über Jahre als Vizepräsident an die CEO-Aufgaben heranrobben, bevor er zum erfolgreichsten Vorstandsvorsitzenden des deutschen Profifußballs aufstieg. Auch Müller kann das schaffen, logo. Nur nicht vergessen: Das wird nicht von heute auf morgen gehen.