TSV 1860 München
·4 avril 2025
Löwen mit Respekt vor Cottbus, aber auch mit breiter Brust.

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·4 avril 2025
Die Löwen empfangen zu Beginn der letzten Englischen Woche in dieser Saison den FC Energie Cottbus. Anpfiff im ausverkauften Grünwalder Stadion ist am Samstag, 5. April 2025 um 14.03 Uhr. Die Partie ist live bei MagentaSport sowie im Free-TV beim BR und RBB Fernsehen zu sehen. Außerdem überträgt das Löwen-Radio unter www.tsv1860.de/loewenradio/ das Spiel.
Löwen-Trainer Patrick Glöckner hat gute Erinnerungen an die letzte Englische Woche, die sein Team mit sieben Punkten und somit ungeschlagen beendet hatte. „Es gibt keinen Grund, was negativ zu sehen. In den letzten fünf Spielen hat die Mannschaft das abgerufen, was wir als Trainer sehen wollten, auch wenn es zuletzt vom Ergebnis her nicht so gut war“, sieht er die 0:1-Niederlage in Osnabrück als Ausrutscher, schließlich sei das Gegentor ein Geschenk gewesen. Ansonsten habe seine Mannschaft genügend Chancen erspielt, um die Partie auf ihre Seite zu ziehen. Ganz zu schweigen vom nicht gegebenen Elfmeter beim Foul an Lukas Reich.
Doch lamentieren ist nicht die Art des 48-Jährigen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich das innerhalb einer Saison alles ausgleicht“, sagt Glöckner. „Jetzt freuen wir uns auf das Heimspiel vor ausverkauftem Haus und bei geilem Wetter!“ Leicht wird die Aufgabe nicht. „Cottbus spielt eine grandiose Saison, zeigt als Aufsteiger eine gute Performance.“ Trotzdem sieht es Glöckner ähnlich wie sein Kollege Claus-Dieter „Pelé“ Wollitz „Es ist ein Fifty-Fifty-Spiel“, hatte der Coach der Lausitzer in der Pressekonferenz gesagt.
„Ich stimme Pelé zu. Es ist ein Spiel, in dem beide Mannschaften Druck haben.“ Für Cottbus geht es um den Aufstieg, für die Löwen um den Klassenerhalt. Trotzdem sieht Glöckner sein Team nicht als Außenseiter. „Wir können jeden Gegner in der Liga schlagen. Vor Cottbus haben wir Respekt, aber wir wissen auch, was wir können!.“ Seiner Meinung nach wird die Mannschaft mit der „besten Frische“ und der „größten Gier“ am Ende die Punkte holen.
Dass die Brandenburger in der Rückrunde nicht mehr so souverän wie vor der Winterpause aufgetreten sind, macht für Glöckner die Aufgabe nicht angenehmer. „Fakt ist, dass Cottbus einige verletzte Spieler hatte. Das ist schlecht für die Automatismen“, sieht er darin einen Grund. „Auffällig ist auch, dass sie sich nicht mehr so viele Chancen wie in der Vorrunde herausspielen.“ Dennoch konnte Energie die letzten beiden Partien jeweils mit 1:0 für sich entscheiden. „Sie haben das Glück erzwungen, jeweils die Tore durch Elfmeter erzielt. Vielleicht war Cottbus nicht souverän, aber erfolgreich. Letztlich geht es darum, Ergebnisse zu erzielen!“ Außerdem stand gegen Aue Top-Torjäger Timmy Thiele nach Verletzung wieder auf dem Platz.
Zwar wird bei den Löwen Morris Schröter weiterhin ausfallen, dafür kehrt nach verbüßter Gelb-Sperre Patrick Hobsch zurück. Entgegen seiner sonstigen Gepflogenheit gab Glöckner in der Löwenrunde dem Mittelstürmer eine Startelfzusage. „In der Box ist ‚Hobschi‘ einer der besten der Liga. Wir müssen versuchen, ihn dort einzubinden, auch mit Standardsituationen“, fordert er.
Mit dem FC Energie kommt die zweitbeste Auswärtsmannschaft nach München, spielt dort gegen die zweitschlechteste Heimmannschaft. Doch der Fluch im Sechzger Stadion scheint gebannt, schließlich gab es zuletzt zwei Erfolge. „Da konnte man sehen, welche Wucht das Stadion hat“, schwärmt Glöckner von der Stimmung auf Giesings Höhen. „Solche Erfolgserlebnisse brauchst du einfach, um in die Spur zu kommen. Unsere Abläufe sind klar, die Sicherheit ist zurück. Mit jeder gelungenen Aktion im heimischen Stadion steigt das Selbstvertrauen. Wir gehen mit breiter Brust raus. Das wird am Samstag eine geile Nummer“, findet er.
Einige Änderungen in der Aufstellung und im Kader wird es geben. „Wir beurteilen die Trainingswoche, sprechen mit den Spielern und schauen auf den Gegner. Entsprechend ändern wir die Startelf und die Bank“, kündigt Glöckner an. Neben Hobsch verkündet der Trainer noch eine weitere Personalie. „Mike Gevorgyan wird wieder dabei sein“, reserviert er dem Debütanten von Osnabrück erneut einen Kaderplatz.
MÖGLICHE AUFSTELLUNGEN
1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Danhof, 4 Verlaat, 25 Dulic, 3 Lucoqui – 36 Deniz, 26 Maier – 9 Abiama, 7 Guttau, 14 Kozuki – 34 Hobsch. Ersatz: 11 Vollath, 23 Avdija (beide Tor) – 5 Jacobsen, 8 Philipp, 10 Schubert, 16 Reinthaler, 18 Kloss, 20 Reich, 21 Kwadwo, 22 Gevorgyan, 27 Ott, 37 Frey. Es fehlen: 17 Schröter, 24 Schifferl, 28 Bähr, 30 Wolfram, 32 Bangerter.
FCE: 12 Bethke (Tor) – 14 Hasse, 4 Campulka, 27 Slamar, 20 Borgmann – 10 Cigerci, 5 Pelivan, 21 Möker – 22 Copado, 7 Thiele, 11 Halbauer. Ersatz: 1 Sebald(Tor) – 6 Hofmann, 8 Putze, 9 Hajrulla, 13 Tallig, 15 Kaizer, 17 Oesterhelweg, 18 Engelhardt, 23 Krauß, 31 Milde, 33 Shcherbakovski, 36 Juckel, 42 Pronichev. Es fehlen: 3 Rorig, 19 Kusic, 28 Bretschneider.
Schiedsrichter: Felix Bickel (Vorsfelde); Assistenten: Marco Scharf (Altenwalde), Julian Bergmann (Bramsche); Vierter Offizieller: Roman Potemkin (Friesen).